Die Angst vor dem Zahnarzt gehört zu den häufigen Ängsten, denen Menschen im Laufe ihres Lebens begegnen. Für die einen ist es nur ein leichtes Unbehagen vor dem Termin, für die anderen eine echte Last, wegen der sie selbst die einfachste Untersuchung jahrelang aufschieben. Wenn Sie sich darin wiedererkennen, sind Sie nicht allein und, was noch wichtiger ist, es gibt bewährte Wege, den Zahnarztbesuch ruhiger und angenehmer zu gestalten.
Im Ortoimplant DENTAL SPA in Zagreb arbeiten wir seit Jahren mit Patienten, die uns erst nach langem Vermeiden zum ersten Mal angerufen haben. Die Erfahrung hat uns eines gezeigt: Angst überwindet man nicht mit Druck, sondern mit Verständnis, einem ruhigen Tempo und klarer Kommunikation. Im Folgenden erklären wir, woher die Angst kommt, wie sie sich äußert und welche Möglichkeiten, einschließlich der Analgosedierung, zur Verfügung stehen.
Unbehagen, Angst oder Phobie: das ist nicht dasselbe
Auch wenn wir im Alltag alles „Angst vor dem Zahnarzt“ nennen, unterscheidet die Fachsprache mehrere Intensitätsstufen:
- Zahnbehandlungsangst: Anspannung, Nervosität oder Unruhe im Zusammenhang mit der Erwartung einer zahnärztlichen Untersuchung oder Behandlung, die den Besuch nicht zwangsläufig verhindert.
- Zahnärztliche Furcht: eine ausgeprägtere Reaktion auf konkrete Auslöser, etwa das Geräusch der Instrumente oder die Spritze.
- Zahnarztphobie: intensive Angst oder sogar eine Panikattacke schon beim bloßen Gedanken an den Termin, weshalb der Besuch vermieden wird, manchmal über Jahre.
Leichtes Unbehagen ist sehr verbreitet und betrifft in irgendeiner Form einen großen Teil der Erwachsenen. Klinisch bedeutsame Angst, die den Zahnarztbesuch ernsthaft stört, ist seltener, aber alles andere als vernachlässigbar. Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Daten zu Erwachsenen schätzt, dass rund 15 Prozent der Erwachsenen zahnärztliche Furcht und Angst empfinden, während die ausgeprägtere, schwere Form etwas mehr als 3 Prozent der Menschen betrifft.1 Die Zahlen schwanken je nachdem, wie die Angst gemessen wird, die Botschaft bleibt jedoch dieselbe: Es handelt sich um ein häufiges und völlig nachvollziehbares Phänomen und nicht um eine persönliche Schwäche.
Wie sich die Angst äußert
Der Körper reagiert auf die Angst schon, bevor wir im Behandlungsstuhl sitzen. Patienten beschreiben am häufigsten:
- einen beschleunigten Herzschlag und ein Gefühl von Herzklopfen in der Brust,
- Schwitzen und Zittern,
- Muskelanspannung und einen zusammengepressten Kiefer,
- Übelkeit und in schwereren Fällen auch Hyperventilation.
Bei manchen Menschen beginnt die Unruhe bereits Tage vorher, stört den Schlaf und begleitet sie bis ins Wartezimmer. Es handelt sich um eine tatsächliche physiologische Reaktion des Organismus auf Angst und Unruhe, die wir in der Praxis ernst nehmen.
Woher die Angst kommt
Bei vielen Patienten reichen die Wurzeln bis in die Kindheit. Eine Untersuchung zum Alter, in dem eine Zahnbehandlungsangst entsteht, hat gezeigt, dass etwa die Hälfte der ängstlichen Personen ihre Angst genau auf eine frühe negative Erfahrung in der Praxis zurückführt.2 Ein schmerzhafter Eingriff, eine unzureichende Erklärung oder das Gefühl, in der Kindheit die Kontrolle zu verlieren, hinterlassen Spuren, die sich bis ins Erwachsenenalter übertragen können.
Die Angst entsteht jedoch nicht immer in der Praxis. Sie kann auch indirekt entstehen, durch Erzählungen von Eltern oder Gleichaltrigen und durch Eindrücke aus dem Umfeld, und manchmal tritt sie erst im Erwachsenenalter nach einer einzigen schlechten Erfahrung auf. Dr. Zdenko Trampuš beobachtet in der Praxis, dass der Auslöser häufig weder die Nadel noch der Bohrer ist, sondern die Geräusche und Gerüche der Praxis sowie das Gefühl der Hilflosigkeit, während der Patient im Behandlungsstuhl liegt.
Gerade das Verständnis dafür, wie diese Faktoren das Erleben einer zahnärztlichen Behandlung prägen, gewonnen aus langjähriger klinischer Erfahrung und aus dem Studium der Fach- und wissenschaftlichen Literatur, war eine der Prämissen, auf denen Dr. Trampuš das Konzept Ortoimplant DENTAL SPA entwickelt hat. Die Idee war, nicht nur die Art zu verändern, wie ein zahnärztlicher Eingriff durchgeführt wird, sondern auch die Art, wie der Patient ihn erlebt, von den Räumlichkeiten und der Kommunikation bis hin zur Kontrolle der Angst, zum Komfort während des Eingriffs und zur Erholung danach. Wenn wir verstehen, woher die Angst kommt, lässt sie sich leichter entwaffnen.
Wie wir mit ängstlichen Patienten umgehen
Unser Ansatz beruht auf einigen Grundsätzen, die einfach wirken, aber einen großen Unterschied machen:
- Ohne Eile. Das erste Gespräch führen wir in Ruhe und geben dem Patienten genug Zeit, seine Geschichte, seine Ängste und seine bisherigen Erfahrungen zu erzählen.
- Wir erklären alles im Voraus. Wenn der Patient weiß, was als Nächstes kommt und wie lange es dauern wird, kehrt das Gefühl der Kontrolle zurück, und Angst und Unruhe lassen leichter nach.
- Ein vereinbartes Zeichen für eine Pause. Der Patient kann jederzeit durch Heben der Hand eine Pause verlangen.
- Eine Umgebung, die nicht an eine klassische Praxis erinnert. Das Konzept Ortoimplant DENTAL SPA ist so gestaltet, dass sowohl die Räumlichkeiten als auch das gesamte Erleben des Patienten einen Teil der Reize verringern, die Angst und Anspannung auslösen können.
- Technologie, die Präzision und Vorhersehbarkeit erhöht. Die digitale Planung und die 3D CBCT Diagnostik ermöglichen uns eine detaillierte Planung des implantologischen Eingriffs vor der eigentlichen Operation.
Für Patienten mit ausgeprägter Angst, mit Zahnbehandlungsangst oder mit einer Zahnarztphobie steht zusätzlich die Analgosedierung zur Verfügung. Die potenzierte intravenöse Analgosedierung setzen wir zugleich protokollgemäß bei umfangreicheren implantologischen und oralchirurgischen Eingriffen ein, unabhängig davon, ob beim Patienten eine Angst vor dem Zahnarzt besteht.
Analgosedierung: ein ruhiger Eingriff für alle, denen die Angst im Weg steht
Die Analgosedierung ist ein kontrollierter Zustand verminderter Bewusstseinslage, dessen Tiefe an den Patienten und den Eingriff angepasst wird. Bei einer flacheren Analgosedierung bleibt der Patient wach, atmet selbstständig und kann kommunizieren, während er bei einer tieferen Analgosedierung den Eingriff praktisch verschlafen und sich später kaum oder gar nicht daran erinnern kann. Im Ortoimplant DENTAL SPA wird die potenzierte intravenöse Analgosedierung von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt, der während des gesamten Eingriffs kontinuierlich die Vitalfunktionen des Patienten überwacht. Zusammen mit der örtlichen Betäubung und einer entsprechenden Schmerzkontrolle ermöglicht sie, dass auch ein langer und anspruchsvoller Eingriff ohne Schmerz und Angst abläuft, bei maximalem Komfort für den Patienten.
Das ist kein Marketingversprechen, sondern ein Ansatz mit Grundlage in der Fachliteratur. Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zur bewussten Sedierung während des Setzens von Implantaten kommt zu dem Schluss, dass die Sedierung die Angst des Patienten verringert und die Zufriedenheit sowohl des Patienten als auch des Chirurgen erhöht.3 Eine Analgosedierung ist nicht für jeden zahnärztlichen Eingriff nötig, für Patienten mit ausgeprägter Angst, mit Zahnbehandlungsangst oder mit einer Zahnarztphobie kann sie jedoch genau das sein, was die notwendige Behandlung endlich möglich macht. Im Ortoimplant DENTAL SPA setzen wir die potenzierte intravenöse Analgosedierung zugleich protokollgemäß bei umfangreicheren implantologischen und oralchirurgischen Eingriffen ein.
Die Analgosedierung ist ein wichtiger Teil vollständiger Behandlungslösungen wie feste Zähne in 24 Stunden und All-on-4 beziehungsweise andere All-on-X Therapien All-on-4, bei denen ein umfangreicher implantologischer Eingriff in einem einzigen ruhigen und präzise geplanten Termin durchgeführt werden kann. Mehr über die Analgosedierung können Sie auf einer eigenen Seite lesen.
Der erste Schritt ist der leichteste
Für viele ängstliche Patienten ist der schwerste Teil, zum Hörer zu greifen. Deshalb ist die erste Untersuchung bei uns kostenlos und unverbindlich: Sie kommen, wir sprechen miteinander und beurteilen die Situation, ohne Druck, sofort etwas unternehmen zu müssen. Ziel dieses Treffens ist nicht, einen Eingriff zu verkaufen, sondern gemeinsam ein Tempo zu finden, das zu Ihnen passt.
Wenn eine Behandlung notwendig ist, können die DENTAL SPA Behandlungen den Patienten vor, während und nach dem Eingriff begleiten, mit dem Ziel maximalen Komforts, der Unterstützung des Organismus und einer angenehmeren Erholung.
Häufige Fragen
Ist es normal, sich als Erwachsener vor dem Zahnarzt zu fürchten?
Ja. Unbehagen vor einer zahnärztlichen Behandlung ist sehr verbreitet, und klinisch bedeutsame Angst betrifft einen messbaren Teil der Erwachsenen.1 Angst ist kein Zeichen von Schwäche und nichts, wofür man sich schämen müsste, und es ist völlig in Ordnung, mit uns offen darüber zu sprechen.
Werde ich während der Analgosedierung bewusstlos sein?
Nicht zwangsläufig. Die Tiefe der Analgosedierung wird an den Patienten und den Eingriff angepasst. Bei einer flacheren Analgosedierung bleiben Sie wach, atmen selbstständig und können kommunizieren, während Sie bei einer tieferen Analgosedierung den Eingriff praktisch verschlafen und sich später kaum oder gar nicht daran erinnern können. Während des gesamten Eingriffs überwacht ein Anästhesist Ihre Vitalfunktionen.
Ist die Analgosedierung sicher?
Wenn sie von einem Anästhesisten mit ständiger Überwachung der Vitalzeichen durchgeführt wird, gilt die bewusste Sedierung als kontrolliertes und sicheres Verfahren, und die Fachliteratur bestätigt, dass sie die Angst verringert, bei hoher Zufriedenheit der Patienten.3 Vor dem Eingriff beurteilen wir den Gesundheitszustand des Patienten und die Faktoren, die für eine sichere Durchführung der Analgosedierung wichtig sind.
Was ist, wenn ich schon vor einer gewöhnlichen Untersuchung Angst habe?
Dann ist die kostenlose Erstuntersuchung genau der beste Ausgangspunkt, denn wir können sie ganz ohne Eingriff durchführen, nur als Gespräch und zum Kennenlernen. Wir gehen in dem Tempo vor, das zu Ihnen passt, und tun nichts ohne Ihre Zustimmung.
Kann die Angst mit der Zeit nachlassen?
Ja. Positive, kontrollierte Erfahrungen bauen nach und nach Vertrauen auf, und viele Patienten sagen uns, dass ihnen jeder weitere Besuch leichter fällt. Ruhige Kommunikation, die Möglichkeit einer Pause und bei Bedarf eine Sedierung helfen zusammen, den Teufelskreis des Vermeidens zu durchbrechen.
Quellen und Literatur
- Silveira ER, Cademartori MG, Schuch HS, Armfield JA, Demarco FF. Estimated prevalence of dental fear in adults: A systematic review and meta-analysis. Journal of Dentistry. 2021;108:103632. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0300571221000531
- Locker D, Liddell A, Dempster L, Shapiro D. Age of onset of dental anxiety. Journal of Dental Research. 1999;78(3):790-796. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10096455/
- Pourabbas R, Ghahramani N, Sadighi M, Pournaghi Azar F, Ghojazadeh M. Effect of conscious sedation use on anxiety reduction, and patient and surgeon satisfaction in dental implant surgeries: A systematic review and meta-analysis. Dental and Medical Problems. 2022;59(1):127-135. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35403382/
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