Das Einsetzen eines Zahnimplantats verläuft in mehreren klar definierten Phasen: klinische Untersuchung und vollständige digitale Röntgendiagnostik, Planung der implantologischen Behandlung, Implantation beziehungsweise der chirurgische Eingriff des Implantateinsetzens, Einheil- und Osseointegrationsphase, in der sich das Implantat mit dem umliegenden Knochen verbindet beziehungsweise mit ihm „verwächst“, sowie die Anfertigung der endgültigen Krone oder Brücke. Der größte Teil der Angst vor dem Einsetzen eines Implantats entsteht aus dem Unbekannten. Deshalb führen wir Sie in diesem Ratgeber Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf, von der ersten Untersuchung bis zum endgültigen festsitzenden Zahn.
Die implantologische Behandlung beginnt allerdings nicht erst mit dem Einsetzen des Implantats.
Einer ihrer wichtigsten Teile findet vor dem eigentlichen Eingriff statt: eine hochwertige Diagnostik und eine präzise Planung. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei das 3D-CBCT (digitale Volumentomografie, DVT), eine Art 3D-Karte unseres Knochens, die uns eine detaillierte Analyse der Kieferanatomie sowie die Planung von Position, Richtung, Abmessungen und Art des Implantats ermöglicht.
Bei Ortoimplant DENTAL SPA, einem Exzellenzzentrum für Implantologie, suchen wir nicht einfach nur eine Stelle, an der genügend Knochen vorhanden ist. Wir suchen den richtigen Ort für die Verankerung des Implantats und planen die Behandlung ausgehend vom künftigen Zahn beziehungsweise vom künftigen festsitzenden Zahnersatz.
Im Folgenden erklären wir, wie dieser Ablauf aussieht: klar, Schritt für Schritt und ohne Beschönigung.
Was ein Zahnimplantat ist und woraus es besteht
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, also eine Schraube, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und die Funktion der Wurzel eines natürlichen Zahns übernimmt. Am häufigsten besteht es aus Titan, einem biokompatiblen und korrosionsbeständigen Material, das in der dentalen Implantologie seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet wird.
Das Implantat selbst ist im Mund in der Regel nicht sichtbar, da es im Knochen liegt. Auf ihm wird über ein Verbindungselement, die Suprastruktur beziehungsweise den Aufbau (Abutment), der Zahnersatz befestigt. Beim Ersatz eines einzelnen Zahns ist das eine Krone, beim Ersatz mehrerer Zähne eine festsitzende Brücke. Bei vollständiger Zahnlosigkeit setzen wir All-on-4 beziehungsweise weitere implantologische All-on-X Konzepte ein, bei denen auf den Implantaten ein festsitzender Zahnersatz befestigt wird, der den gesamten Zahnbogen ersetzt. Patienten bezeichnen eine solche Versorgung umgangssprachlich manchmal als „Prothese auf Implantaten“, obwohl es sich um festsitzenden Zahnersatz handelt.
Es gibt auch keramische beziehungsweise Zirkonimplantate, die meist aus Zirkoniumdioxid gefertigt sind. Bei Ortoimplant DENTAL SPA verwenden wir Titan als Goldstandard der dentalen Implantologie. Für Titanimplantate liegen die längste klinische Erfahrung und die umfangreichste langfristige wissenschaftliche Dokumentation vor, und gerade langfristige Sicherheit, Stabilität und Vorhersagbarkeit der implantologischen Behandlung sind die Kriterien, nach denen wir uns bei der Wahl der Lösung für unsere Patienten richten.
Vereinfacht gesagt besteht eine implantatprothetische Rekonstruktion aus drei Grundbestandteilen: dem im Kieferknochen verankerten Implantat, der Suprastruktur beziehungsweise dem Aufbau (Abutment) und dem sichtbaren festsitzenden Zahnersatz (Einzelkrone oder Brücke). Das Implantat ist also das Fundament, auf dem wir den künftigen festsitzenden Zahn oder Zahnersatz aufbauen, aber nur ein Teil der gesamten implantatprothetischen Rekonstruktion.
Wie das Einsetzen Schritt für Schritt abläuft
Das ist der Kern des gesamten Ablaufs. Der Weg vom ersten Termin bis zum endgültigen Zahn führt üblicherweise über fünf Schritte.
1. Erste Untersuchung und 3D-Aufnahme (CBCT)
Alles beginnt mit einer Untersuchung. Während der klinischen Untersuchung beurteilt der Arzt den Zustand der Zähne und des Zahnfleisches, den Biss und die Kieferrelationen und erhebt eine ausführliche Anamnese, einschließlich Angaben zum allgemeinen Gesundheitszustand, zu Erkrankungen, zu eingenommenen Medikamenten und zu möglichen Kontraindikationen, die für die implantologische Behandlung wichtig sind. Die erste Untersuchung bei Ortoimplant DENTAL SPA umfasst auch die vollständige digitale Röntgendiagnostik, also ein 2D-Orthopantomogramm und eine 3D-CBCT-Aufnahme sowie eine maxillofaziale Analyse.
Für die Planung der implantologischen Behandlung ist das 3D-CBCT besonders wichtig. Anders als eine zweidimensionale Aufnahme liefert uns das CBCT eine dreidimensionale anatomische Karte des Patienten, eine Art 3D-Karte unseres Knochens. Es ermöglicht uns, Höhe, Breite und Morphologie des Knochens sowie sein Verhältnis zu wichtigen anatomischen Strukturen wie Nerven, Kieferhöhlen und Nasenhöhle zu analysieren.
Auf Grundlage der klinischen Untersuchung und der Diagnostik wird der Behandlungsplan erstellt: wie viele Implantate erforderlich sind, wo sie gesetzt werden, in welcher Richtung, mit welchen Abmessungen und welche Implantatart beziehungsweise welches implantologische Konzept der Anatomie des Patienten und dem geplanten Zahnersatz am besten entspricht. Wir suchen nicht einfach nur Knochen. Wir suchen den richtigen Ort für die Verankerung des Implantats.
Wenn eine digital geführte Implantationsplanung indiziert ist, können die 3D-CBCT-Daten mit einem digitalen Intraoralscan verknüpft werden. Die virtuell geplante Implantatposition lässt sich anschließend präzise in den chirurgischen Eingriff übertragen, zum Beispiel statisch mithilfe einer individuell gefertigten Bohrschablone, also einer chirurgischen Schablone, oder dynamisch mithilfe der navigierten Implantatchirurgie.
2. Vorbereitung und der Tag des Eingriffs
Sobald der Behandlungsplan feststeht, vereinbaren wir den Termin für den operativen Eingriff des Implantateinsetzens. Am Operationstag bereiten wir den Patienten nach einem im Voraus festgelegten individuellen Protokoll auf den Eingriff vor.
Bei anspruchsvolleren implantologischen Eingriffen sowie bei Patienten mit ausgeprägter Angst oder Ängstlichkeit wenden wir bei Ortoimplant DENTAL SPA zusätzlich zur örtlichen Betäubung eine Analgosedierung unter Aufsicht eines Anästhesisten an. Die Sedierungstiefe wird an den Patienten und die Art des Eingriffs angepasst, damit der gesamte Ablauf ruhig, angenehm und sicher verläuft.
Ein wichtiger Teil unseres Ansatzes sind auch die DENTAL SPA Behandlungen, mit denen wir den Organismus auf die Implantation vorbereiten und die Erholung nach dem Eingriff unterstützen. Beim Einsetzen von Zahnimplantaten wenden wir vor dem operativen Eingriff zum Beispiel eine Lymphdrainage als Teil der Vorbereitung des Organismus auf den Eingriff und auf die postoperative Phase an, weitere DENTAL SPA Behandlungen stimmen wir auf den Patienten sowie auf Art und Umfang der Operation ab.
Deshalb beginnt die Sorge um die Erholung bei uns nicht erst nach der Implantation. Sie beginnt bereits vor dem operativen Eingriff.
3. Das Einsetzen des Implantats
Der chirurgische Teil selbst ist kürzer, als die meisten erwarten. Das Einsetzen eines Implantats dauert in der Regel etwa eine halbe Stunde, die genaue Dauer hängt von der Anzahl der Implantate und von der Komplexität der implantologischen Behandlung ab. Zuerst wird der Bereich örtlich betäubt, bei anspruchsvolleren Eingriffen oder bei Patienten mit Angst kann, wie zuvor beschrieben, zusätzlich eine Analgosedierung angewendet werden. Anschließend bereitet der Arzt im Kieferknochen das Implantatbett nach dem zuvor erstellten Behandlungsplan vor und setzt das Implantat ein.
Während des Eingriffs spüren Sie keinen Schmerz, möglicherweise aber einen leichten Druck oder eine Vibration. Nach dem Einsetzen des Implantats wird das Zahnfleisch vernäht, das Implantat selbst bleibt im Kieferknochen und ist im Mund meist nicht sichtbar. Die Kontrolle und das Entfernen der Nähte folgen etwa zwei Wochen nach dem Eingriff.
4. Einheilung und Osseointegration
Nach dem Einsetzen folgt die Phase der Einheilung und Osseointegration, die meist etwa drei Monate dauert. Die Osseointegration ist ein biologischer Prozess, in dem sich das Implantat mit dem umliegenden Knochen verbindet beziehungsweise mit ihm „verwächst“ und stabil im Kiefer verankert wird.
Das Implantat setzt der Chirurg ein. Angenommen wird das Implantat jedoch von Ihrem Organismus. Gerade in den folgenden Monaten laufen rund um seine Oberfläche Heilungs- und Knochenumbauprozesse ab, die eine stabile Grundlage für den künftigen Zahnersatz schaffen.
Das ist eine Ruhephase für das Implantat, nicht aber für Sie. Nach der ersten postoperativen Zeit und unter Beachtung der ärztlichen Anweisungen leben Sie während der Osseointegration normal weiter und gehen Ihren alltäglichen Aktivitäten nach. Wenn es indiziert ist, erhalten Sie auch eine provisorische prothetische Lösung, damit Sie in der Einheilphase nicht ohne Zähne sind. Bei All-on-4 und weiteren All-on-X Behandlungen sind das, bei entsprechender Primärstabilität der Implantate und erfüllten klinischen Voraussetzungen, provisorische feste Zähne.
5. Aufbau und endgültige Krone oder Brücke
Nach der vorgesehenen Einheil- und Osseointegrationsphase folgt die prothetische Behandlungsphase, also die Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes. Auf das Implantat wird die Suprastruktur beziehungsweise der Aufbau (Abutment) gesetzt, anschließend wird ein Abdruck genommen, heute meist mit einem digitalen Intraoralscan.
Auf Grundlage dieser Daten wird der endgültige Zahnersatz angefertigt: eine Einzelkrone, eine festsitzende Brücke oder, bei All-on-4 und weiteren All-on-X Rehabilitationen, ein festsitzender Zahnersatz, der den gesamten Zahnbogen ersetzt. Das Aussehen der neuen Zähne, einschließlich Form, Farbe und Proportionen, sowie Biss und Funktion werden für jeden Patienten individuell angepasst.
Bei Ortoimplant DENTAL SPA fertigen wir den endgültigen Zahnersatz in unserem eigenen Dentallabor an, was uns die Kontrolle über alle Phasen der Herstellung sowie die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen dem klinischen und dem zahntechnischen Team ermöglicht, von der Planung bis zu den abschließenden Anpassungen.
Nach den erforderlichen Anproben und der präzisen Einstellung des Bisses wird der endgültige Zahnersatz auf dem Implantat oder auf den Implantaten befestigt. Damit endet die aktive Phase der implantatprothetischen Behandlung, nicht aber unsere Betreuung des Patienten. Bei Ortoimplant DENTAL SPA folgt nach Abschluss der Behandlung ein lebenslanges Monitoring mit regelmäßigen Kontrollen und richtiger Pflege, damit das Ergebnis langfristig stabil und funktionsfähig bleibt.
Tut das Einsetzen eines Implantats weh
Das ist die häufigste Frage und die größte Quelle von Angst. Während des Eingriffs selbst spüren Sie keinen Schmerz, denn das Einsetzen eines Zahnimplantats erfolgt unter örtlicher Betäubung. Bei Ortoimplant DENTAL SPA wenden wir bei anspruchsvolleren implantologischen Eingriffen sowie bei Patienten mit ausgeprägter Angst oder Ängstlichkeit zusätzlich zur örtlichen Betäubung auch eine Analgosedierung unter Aufsicht eines Anästhesisten an. Mit der Analgosedierung erleben Patienten den Eingriff ruhiger und angenehmer, viele haben das Gefühl, ihn einfach verschlafen zu haben, die Zeit vergeht schneller als erwartet, und an einen Teil des Eingriffs oder an den gesamten Eingriff erinnern sie sich häufig gar nicht.
Wenn die Betäubung nachlässt, sind in den ersten Tagen eine Schwellung, Empfindlichkeit und leichte bis mäßige Schmerzen möglich, oft vergleichbar mit denen nach einer Zahnentfernung. Die Schmerzen lassen sich in der Regel mit Schmerzmitteln und klaren Anweisungen zur postoperativen Pflege gut kontrollieren. Die Erholung unterstützen wir zusätzlich mit individuell abgestimmten DENTAL SPA Behandlungen, die eine Hilotherapie zur Kontrolle von Schwellung und postoperativem Unwohlsein sowie weitere Behandlungen je nach Art und Umfang des Eingriffs umfassen können.
Die meisten Patienten kehren sehr schnell zu ihren alltäglichen Verpflichtungen zurück. Wie die Analgosedierung wirkt und wann wir sie anwenden, beschreiben wir ausführlicher in einem eigenen Artikel über die Analgosedierung.
Wie lange die Einheilung dauert und warum der Ablauf eine Pause hat
Die Einheilung dauert, weil die Biologie Zeit braucht. Nach dem Einsetzen des Implantats beginnt die Osseointegration, ein biologischer Prozess, in dem der Knochen heilt, sich umbaut und eine stabile Verbindung zur Implantatoberfläche aufbaut. Dieser Prozess dauert meist etwa drei Monate, seine Dauer ist jedoch nicht bei jedem Patienten gleich.
Bereits Per-Ingvar Brånemark, dessen Forschung die Grundlagen der modernen dentalen Implantologie und des Konzepts der Osseointegration gelegt hat, zeigte, wie wichtig für den Erfolg der implantologischen Behandlung das Verhältnis zwischen der Stabilität des Implantats und einer ungestörten biologischen Heilung ist. Moderne Implantate, ihre Oberflächen, die digitale Planung und die heutigen implantologischen Protokolle haben sich erheblich weiterentwickelt, das Grundprinzip bleibt jedoch dasselbe: Dem Knochen müssen Zeit und geeignete Bedingungen gegeben werden, damit er sich mit dem Implantat verbindet.
Wie lange die Einheilung dauert, hängt von der Stelle im Kiefer, von der Anatomie und den Eigenschaften des Knochens, von der Primärstabilität des Implantats, von Art und Umfang der implantologischen Behandlung sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand und von den biologischen Faktoren des Patienten ab. Deshalb legen wir die Dauer der Osseointegration nicht nach einer allgemeingültigen Regel fest, sondern individuell für jeden Patienten.
In dieser Zeit ist es wichtig, die ärztlichen Anweisungen zu befolgen, die Mundhygiene sorgfältig zu pflegen, das Rauchen zu vermeiden und das Implantat keiner unkontrollierten Belastung auszusetzen. Mit regelmäßigen Kontrollen verfolgen wir die Einheilung und die Stabilität des Implantats und bestimmen, wann die Voraussetzungen für die nächste Behandlungsphase erfüllt sind.
Feste Zähne an einem Tag: wann eine Sofortbelastung möglich ist
Immer häufiger hören wir die Frage: Kann ich sofort feste Zähne bekommen? Bei einem Teil der Patienten lautet die Antwort ja. Wenn die klinischen und biomechanischen Voraussetzungen dafür erfüllt sind, wird das Protokoll der Sofortbelastung (immediate loading) angewendet, bei dem auf den gesetzten Implantaten noch am selben Tag oder innerhalb sehr kurzer Zeit ein provisorischer Zahnersatz befestigt wird. Bei Ortoimplant DENTAL SPA wenden wir diesen Ansatz im Rahmen des Konzepts fester Zähne in 24 Stunden an, zum Beispiel bei All-on-4 und weiteren All-on-X Behandlungen.
Eine Sofortbelastung ist nicht in jeder Situation möglich und auch nicht immer die beste Wahl. Die Entscheidung hängt von der erreichten Primärstabilität der Implantate, von der Anatomie und den Eigenschaften des Knochens, von Anzahl und Verteilung der Implantate sowie von der Möglichkeit ab, sie biomechanisch stabil zu einem einheitlichen festsitzenden Zahnersatz zu verbinden.
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt und die Patienten richtig ausgewählt sind, zeigen wissenschaftliche Daten sehr gute langfristige Ergebnisse. Eine systematische Übersichtsarbeit über 34 Studien mit einer Nachbeobachtung von mindestens fünf Jahren, die 5.349 sofortbelastete Implantate umfasste, ergab eine mittlere Überlebensrate der Implantate von 97,4 Prozent und kam zu dem Schluss, dass die Sofortbelastung in richtig ausgewählten Fällen ein langfristig vorhersagbarer Ansatz sein kann.2
Die Schlüsselwörter sind gerade „richtig ausgewählte Fälle“. Deshalb treffen wir die Entscheidung über eine Sofortbelastung nicht aus dem Wunsch heraus, den Ablauf möglichst stark zu beschleunigen, sondern danach, ob Anatomie, Implantatstabilität und Biomechanik eine sichere und langfristig vorhersagbare Lösung ermöglichen.
Wie langlebig und erfolgreich Zahnimplantate sind
Zahnimplantate gehören zu den vorhersagbareren Behandlungen der modernen Zahnmedizin und können bei richtiger Indikation, präziser Planung, sauber ausgeführtem Eingriff und entsprechender Pflege Jahrzehnte halten. Eine neuere Meta-Analyse, die Zahnimplantate über 20 Jahre verfolgt hat, zeigte, dass nach zwei Jahrzehnten etwa vier von fünf Implantaten funktionsfähig geblieben sind, was die Autoren als sehr gutes langfristiges Ergebnis beschreiben.1 Wichtig ist dabei, das Überleben der Implantate vom Gesamterfolg der implantologischen Behandlung zu unterscheiden und zu betonen, dass Studienergebnisse Durchschnittswerte sind und kein Versprechen für das Ergebnis beim einzelnen Patienten.
Der langfristige Erfolg beginnt schon vor dem Einsetzen des Implantats. Wichtig ist, dass die implantologische Behandlung richtig indiziert ist, dass die passende Implantatart und der richtige Ort ihrer Verankerung gewählt werden und dass Anatomie, Qualität und verfügbare Menge des Knochens, Biomechanik und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten bei der Planung berücksichtigt werden. Wie Dr. Zdenko Trampuš, DDS, betont, genügt es nicht zu fragen: „Können wir dieses Implantat setzen?“ Wichtiger ist die Frage: „Ist gerade dieses Implantat die beste langfristige Lösung für diesen Patienten?“
Der langfristige Erfolg ist nicht allein eine Sache des Eingriffs. Er hängt in hohem Maß von einer richtigen Mundhygiene, von regelmäßigen Kontrollen, vom Rauchstopp und davon ab, wie der Patient seinen Zahnersatz pflegt. Krone oder Brücke auf dem Implantat ist ein Verschleißteil und kann im Lauf der Jahre erneuert werden, während das Implantat selbst bei guter Pflege eine dauerhafte Lösung bleibt.
Bei Ortoimplant DENTAL SPA endet die Betreuung des Patienten deshalb nicht mit dem Einsetzen des endgültigen Zahnersatzes. Nach Abschluss der Behandlung folgt ein lebenslanges Monitoring, das regelmäßige klinische und röntgenologische Kontrolluntersuchungen sowie die professionelle Reinigung und Pflege der implantatprothetischen Strukturen umfasst. Ziel ist es, mögliche Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und die Gesundheit des Gewebes rund um das Implantat, die Stabilität des Implantats und die Funktion des Zahnersatzes langfristig zu erhalten.
Für wen der Eingriff nicht die erste Wahl ist
Es gehört zur Ehrlichkeit, auch zu sagen, wann das Einsetzen von Zahnimplantaten eine zusätzliche Vorbereitung, eine Anpassung der Behandlung oder besondere Vorsicht erfordert. Bestimmte anatomische und gesundheitliche Zustände bedeuten nicht automatisch, dass Implantate nicht möglich sind, sie können jedoch die Art der Planung, den Zeitpunkt des Eingriffs und den Heilungsverlauf beeinflussen. Das Einsetzen kann deshalb in einzelnen Situationen verschoben oder anders geplant werden:
- wenn für ein klassisches Implantat nicht genügend Knochen vorhanden ist, wobei manchmal ein Knochenaufbau (Augmentation) erforderlich ist und manchmal fortgeschrittene implantologische Techniken angewendet werden (über Lösungen bei Knochenmangel schreiben wir gesondert),
- bei einer aktiven Zahnfleischentzündung oder einer unbehandelten Parodontitis, die zuerst mit einer gründlichen parodontologischen Behandlung saniert werden muss,
- bei einzelnen allgemeinen Gesundheitszuständen wie Diabetes oder Osteoporose, bei der Einnahme bestimmter Medikamente, zum Beispiel blutverdünnender Mittel, oder nach einer kürzlich erfolgten onkologischen Behandlung, wenn eine zusätzliche Beurteilung und die Abstimmung mit dem Arzt erforderlich sind, der die Therapie des Patienten führt,
- bei aktivem Rauchen und schlechter Mundhygiene, denn beides kann die Einheilung und den langfristigen Erfolg der implantologischen Behandlung beeinflussen.
Nichts davon bedeutet automatisch „nein“. Es bedeutet, dass manchmal eine zusätzliche Vorbereitung, eine Verschiebung des Eingriffs oder ein anderer, individuell angepasster Behandlungsplan nötig ist.
Bei Ortoimplant DENTAL SPA betrachten wir bei der Planung der implantologischen Behandlung das gesamte Gesundheitsbild des Patienten und nicht nur den Zustand der Zähne und die Knochenmenge. Wenn es erforderlich ist, planen wir die Behandlung in Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Ärzten, die die übrigen Therapien des Patienten führen. Die Vorbereitung kann eine gründliche parodontologische Behandlung, eine individuelle Schulung zur richtigen Mundhygiene, Aufklärung und Unterstützung beim Rauchstopp, zumindest während der implantologischen Behandlung, sowie individuell abgestimmte DENTAL SPA Behandlungen umfassen, mit denen wir den Organismus auf den Eingriff vorbereiten und die Erholung unterstützen.
Eine ehrliche Einschätzung und eine gute Vorbereitung gehören zu einer erfolgreichen implantologischen Behandlung ebenso dazu wie der Eingriff selbst.
Der nächste Schritt
Wenn Sie nicht sofort zu uns kommen können, sind auch kostenlose Online-Beratungen und eine erste, also orientierende Einschätzung der Möglichkeiten einer implantologischen Behandlung auf Grundlage einer eingesandten, aktuellen 3D-CBCT-Aufnahme möglich.
Quellen und Literatur
- Kupka JR, König J, Al-Nawas B, Sagheb K, Schiegnitz E. How far can we go? A 20-year meta-analysis of dental implant survival rates. Clinical Oral Investigations. 2024;28(10):541. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11416373/
- Del Fabbro M, Testori T, Kekovic V, Goker F, Tumedei M, Wang HL. A Systematic Review of Survival Rates of Osseointegrated Implants in Fully and Partially Edentulous Patients Following Immediate Loading. Journal of Clinical Medicine. 2019;8(12):2142. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6947536/
- Tettamanti L, Andrisani C, Andreasi Bassi M, Vinci R, Silvestre-Rangil J, Tagliabue A. Immediate loading implants: review of the critical aspects. Oral & Implantology (Rome). 2017;10(2):129-139. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5965071/
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